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Minimoog

Tja, was soll ich da noch zu sagen: z.B., Gehört in jeden guten Haushalt ??

Das "goldene Kalb" der Tastenzunft. Zufall oder Schicksal seines Entdeckers...?
Wie dem auch sei. Das Ding klingt sehr "musikalisch". Pink Floyds "Shine on you crazy diamond" hätte mit, sagen wir mal, einer Korg M1, Roland D 70 oder einem Yamaha SY 77 längst nicht den unverwechselbaren "Musikgeschichteschreibenden" Sound.

Ich bin aber der festen Überzeugung, daß es nicht unbedingt R. Moogs Ziel war, einen instabilen Synthesizer zu bauen, der nun überhaupt nicht nach Klavier, Streicher oder Chören klingen kann. Vielmehr war der MINIMOOG ein Kind seiner damals erhältlichen und bezahlbaren Bauteile und des möglichen Schaltungslayouts.
Ähnliche Phänomene haben wir ja auch bei der Hammondorgel, dem Fender Rhodes Piano ( hier war eindeutig das Ziel, wie ein Klavier zu klingen..) oder auch dem ARP Odyssee.
Nach dem Motto: "Operation mißlungen, aber Patient lebt" :-), klingt hier nichts nach "echten" Musikinstrumenten, aber was ist schon ein "echtes" Musikinstrument?
Nach aller Philosophie ein paar Facts :
Die erste Serie des MINIMOOGs ( so bis Seriennummer 10.000 ) ist zwar nicht so stimmstabil wie die Nachfolger, aber man sagt ihm den noch etwas volleren Sound nach. ( so ähnlich heißt es auch beim Prophet 5 ). Mein Minimoog macht trotz seiner "niedrigen" Seriennummer hier im Studio seine Sache ordentlich und hält nach ca.1 Stunde Warmlauf seine Stimmung über längere Zeit.
Die Mechanik und die Verarbeitung ist schon sehr "eigentümlich". Die Potis sind witzig und erinnern mich so ein bißchen an alte BUCK ROGER Filme. Die Schalter neigen dazu, zu verstauben und zu korridieren, mit den üblichen daraus resultierenden Fehlfunktionen.
Wenn man den MINIMOOG öffnet, glaubt man nicht, daß so etwas funktionieren kann.

Die letzen MINIMOOGs wurden mit einer Plakette an der Vorderseite versehen und kosteten -soweit ich weiß- um die DM 3.500,- .

Alternativ zum MINIMOOG, der ja immer noch für um die DM 2.000,- gehandelt wird, kann ich den Moog Prodigy oder auch den Moog Rogue empfehlen. Da gibt es zwar Soundunterschiede, die ich aber für so minimal halte, daß ein Song dadurch nicht unbedingt an Charakter verlieren würde.
Der Waldorf Pulse ist dem Sound ebenfalls nicht unähnlich, ist aber nun mal ein 19" Gerät mit dem Charisma einer Brotschneidemaschine. Hat aber MIDI und Programmspeicher.
Ach ja, und da gab es noch den Moog Source. Der programmierbare MINIMOOG; sein Nachfolger - sollte er zumindest werden. War aber damals zu teuer. ( Um die DM 3.300,-). Für das Geld gab es auch schon den Polysix. Der Source soll nicht so mechanisch stabil sein und Ärger mit seinen Folientasten machen.

Moogs Memorymoog, Oberheims OB-Xa, Banana Synthec und der Prophet 5 sind die polyphonen Vertreter, die dem satten Sound des MINIMOOGs am nächsten kommen.

   ARP
   Rhodes Chroma
   Solina String Ensemble

   Korg
   Trident

   Moog
   Minimoog

   Roland
   Juno 6/60
   Jupiter 4
   Jupiter 6
   JX 3 P
   SH Serie

   Sequential Circuits
   Prophet T 8

   Technics
   Techniks P 30

   Yamaha
   Yamaha CS 30