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Roland JX-3P

ROLANDs JX-3P gehörte zu den ersten Analogsynthis, welcher für einiges unter 3.000,- DM zwei Osc. pro Stimme bot.
Andere Synthesizer wie der BANANA, SCI Prophet 600 und der JUPITER 6 kosteten 1983/84 ca. das doppelte.

Zum Aufbau :
Der JX-3P besaß neben 32 freien Programmspeicherplätzen 32 Presets. ( Davon sind die organ sounds richtig gut ! ) Er besaß keine dezidierten Regler für die Parameter mehr, wie z.B. seine Urahn JUPITER 4 oder auch der JUNO 60, stattdessen gab es einen Dataregler und Tasten zur Parameteranwahl. Allerdings ist dies beim JX-3P nicht weiter störend. Gut, schön ist anders, aber da die Schaltung des Roland Synthis auf das Gehäuse aufgedruckt ist und der eigentliche Aufbau des JX-3P sehr konventionell ist, bleibt das Handling einfach.
Für "Poti-fans" gab es für ca. 500,-DM eine kleine Controllerbox ( PG-200 ) , welche man auf den JX-3P stellte. Dort waren dann alle Regler und Schalter vorhanden. Aber 500,-DM waren damals recht viel Geld. Dafür gab es dann schon eine kleine Drumbox, ein Federhall oder eine....na?...bingo: TB 303 ! :)) Wir halten kurz inne, und wischen uns dir Tränen von den Wangen...
Zurück zum JX-3P! - Nun, was hatte er zu bieten? Da waren aus synthetischer Hinsicht 'ne Menge Vorteile gegenüber seinen Mitstreitern zu verbuchen : Sync, Crossmodulation sowie sample/hold. Nicht schlecht! Die "Kollegen" hatten zwar Potis ( POLYSIX, JUNO 60 ), waren aber teurer und hatten dazu nur 1 VCO, schlecht für Soundtüfler.
Daneben gab es noch den DX-9 von YAMAHA für die exakt selben 2.590,- DM, die der JX-3P kostete. Dieser war und ist aber in der Bedienung so konfuß, daß er nicht wirklich begeistern konnte.
KORG stellte den POLY 61 ebenfalls für 2.590,- DM in die Läden. Dieser hatte zwar ebenfalls 2 Oszillatoren, aber sonst eigentlich nur Nachteile, außer dem Arpeggiator, welcher dem JX-3P leider fehlte. Zudem hatte der POLY 61 anfangs noch keine MIDI-Schnittstelle...
Übrigens war der JX-3P neben dem JUPITER 6 und dem PROPHET 600 der erste MIDI Synthi.

Der JX-3P besaß anstatt eines Arpeggiators einen kleinen Stepsequenzer. Der Sound des JX-3P war und ist gut. Besonders die Crossmodulation und die ENV Schaltung auf die Osc. im Zusammenhang mit der Sync. Schaltung ist sehr gelungen.
Störend ist jedoch wirklich die fehlende Pulsbreitenmodulation und der nichtregelbare Chorus. Diesen kann man aber durch ein externes Effektgerät prima ersetzen.

Trotzdem ist der "kleine ROLAND" ein schöner Synthi der wirklich Spaß macht. Glocken und Orgelsounds sind klasse.
Besonders angesichts der heute günstigen Preis von ca. 350,- Euro. Der Filter Input erlaubt in Verbindung mit einem CV-Interface dynamische Klangverläufe und mit dem damals erhältlichen Nachrüstchip von Roland, verstand der JX-3P MIDI-seitig sogar VCA-Anschlagdynamik-Informationen.

Einige Zeit später kam die Expander-Version des JX-3P unter den Namen PLANET S bzw. MKS-30 auf den Markt. Er hat einige Verbesserungen und mehr Speicherplätze. Die JX Reihe wurde kurze Zeit später fortgesetzt mit dem JX-8P und dem JX10P ( im Prinzip ein doppelter JX-8P ) .

Obwohl Roland auch zu allen anderen Geräten Hardware Programmer anbot ( welche damals nicht ganz billig waren..), zeigte sich schon hier, daß die Bedienung der Synthesizer in Zukunft aus Kostengründen eine untergeordnete Rolle spielen wird - bis zum JD 800.


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