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Sequential Circuits Prophet T 8Der T8 gehörte sicher zu den ganz großen Synthesizern Anfang der 80er. Seine anschlagsdynamische Holztastatur gehört wohl immer noch mit zu den Besten. Direkter Konkurrent war seinerzeit wohl nur der Rhodes Chroma, welcher ebenfalls eine sehr gute Holztastatur besaß. Leider war es eben diese Tastatur des T 8, die etwas anfällig war. Schade ist auch, daß für die Taster einfache Standartware eingesetzt wurde. Das macht einen Austausch zwar heute unproblematisch, wird aber einem DM 14.000,- Synthesizer nicht gerecht. Auch gibt es beim T 8 in der Soundarchitektur einige Unannehmlichkeiten: Die Oszillatoren und Filter sind zwar analog, jedoch Hüllkurven und der LFO werden digital generiert. Und da 1982 die Prozessoren noch nicht in der Lage waren, das in der Qualität zu realisieren wie analoge Schaltkreise es vermögen, sind auch hier die Schwachstellen des T 8 zu suchen. Die Hüllkurven sind linear, statt wie üblich logarithmisch und die LFO-Rate erstreckt sich über einen sehr geringen Wertebereich. Außerdem ist die Werteabfrage der Potis grob und mit deutlichen Rastern versehen. Die Cutoff Frequenz kann somit auch nicht stufenlos verändert werden, sondern man hört auch hier, wie auch bei allen anderen Parametern, die "Treppen" der digitalen Abfrage. Das ist auch einer der Hauptgründe weshalb der T8 nicht in die Fußstapfen seines berühmten Vorgängers, der Prophet 5, treten konnte. Aber der T8 hat natürlich auch seine guten Seiten. Sein Sound ist hervorragend. Die Dynamik einiger Programme ist schlichtweg atemberaubend. Die Tastatur ist, wie schon erwähnt, ein "Gedicht". Das Design ist außergewöhnlich und edel. An den Gehäuseseiten gab es Tropenholz ( Gott sei Dank gab es ja von den T8s nur ein paar hundert ! ). Die Polymodulation und die Steuerung unterschiedlicher Parameter durch die Anschlagdynamik und den ( monophonen ! ) Aftertouch, läßt sehr außergewöhnliche und musikalische Klänge zu. Der direkte Zugriff auf alle Parameter macht Spaß und auch MIDI ist schon serienmäßig an Bord und läßt den T8 auch als Masterkeyboard klasse aussehen. Hier ist zu erwähnen, daß die Softwareversion 3.7 die letzte Version ist, mit der sich der T8 auf Local Off setzen kann. Die 3.8 bietet diese Möglichkeit nicht mehr !!! Der T8 wird ab ca. 2800,-€ gebraucht gehandelt, was gemessen an z.B. dem
Rhodes Chroma doch einiges mehr ist, aber der hat halt keine Knöpfe zum
drehen..... |
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